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dpa

Tanken? Nein Danke!

Sprit vor dem Wochenende besonders teuer

Dass Tanken kein Vergnügen  ist, das wissen wir alle längst, dass die Benzinpreise jedoch höher als nötig sind, ist schlichtweg ärgerlich. Laut Bundeskartellamt nutzen die fünf großen Mineralölkonzerne ihr Monopol aus und erhöhen vor allem vor Ferien und dem Wochenende munter ihre Preise. Rechtlich kann man dagegen herzlich wenig machen.
Die Benzinpreise in Deutschland sind nach Einschätzung des Bundeskartellamts höher als sie sein müssten. Zu dieser Erkenntnis kommt nach Informationen aus Regierungskreisen ein mehr als 200 Seiten umfassender Bericht der Wettbewerbshüter über die Entwicklung der Benzinpreise in den vergangenen drei Jahren. Der Bericht befasst sich auch mit dem Phänomen, dass die Preise vor allem vor den Ferien und an Wochenenden zum Teil nur für einige Tage oder gar Stunden erhöht werden.
Als "Initiatoren der Preissetzungsrunden" treten der Untersuchung zufolge fast immer die beiden Marktführer Aral /BP und Shell in Erscheinung. Erhöht der eine Konzern seine Preise, so zieht der innerhalb nur weniger Stunden bundesweit nach – und umgekehrt. Und dann kletterten die Preise auch bei den übrigen drei Mitgliedern des Oligopols. Mit den Senkungen ist es ähnlich… nur langsamer. Die Mineralölgesellschaften schaukeln sich laut ADAC gegenseitig hoch und erst wenn die Käufer streiken, geben die Preise nach. Das Rauf und Runter bleibt uns Kunden ein Rätsel.
Nach Erkenntnissen der Behörde unterhalten alle großen Mineralölkonzerne ein weitverzweigtes Beobachtungs- und Meldesystem der Konkurrenz. „Preise absprechen ist verboten, Preise abgucken nicht“, zitiert die „Bild am Sonntag“ einen Manager der Mineralölwirtschaft. Gegen die Methode der Preisgestaltung der Konzerne kann das Kartellamt rechtlich nicht viel machen. Nach Berechnungen des ADAC war Sprit 2011 so teuer wie nie zuvor. Vor allem die Dieselfahrer mussten vergangenes Jahr tiefer in die Tasche greifen. Man darf also gespannt sein, wie sich das neue Tankjahr 2012 entwickelt.  

Nibu